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Dynamite Mai 2016

 

Rallyetraining bei Dynamite-Tours

 

Donnerstag, 5.5.2016, Rappolz im Weinviertel – Dynamite, der erste „Männerspielplatz“ Österreichs …

 

Michael Kubicek hat die Geländeteststrecke reserviert, er wird mit seinem Landcruiser „Projekt 75“ kommen, 2 weitere Fahrzeuge sind angekündigt.

 

Wir reisen am Mittwoch abend an – und finden abends im weitem Umkreis um das Gelände kein Gasthaus mehr, wo wir etwas essen könnten – gut daß wir im Wohnmobil immer ein paar Kleinigkeiten dabeihaben ….

 

Wir übernachten direkt am Tor zum Testgelände – am Morgen sehen wir es erstmals komplett – und natürlich komplett nass!

 

 

Einer der Betreiber – Christoph – kommt an und macht uns im Partybus Kaffee.

 

Als der Toyota am Gelände ankommt, fehlen ihm leider schon 2 Gänge – das Getriebe ist platt.

 

 

Die Strecke ist komplett durchnäßt, glitschig – aber Christof dampft sie mit seinem mächtigen 5,5l V8 ein!

 

 

Heute ist Testtag auf der Rallye Teststrecke – Christof Danner bereitet sich auf die Hungarian Baja, den 6. Lauf der Cross Country WM 2016 vor, die von 11. – 14. August 2016 stattfindet -, das heißt, die Einstellungen des Fahrwerks überprüfen, die neue hydraulische Handbremse, Funktion der Sperren, Reifen + Reifendrücke sind zu testen. Als erste sind die General Tire „Grabber AT2“ in 235/85R16 montiert – ein super Allroundreifen mit guten Geländeeigenschaften, sogar unter diesen schwierigen Verhältnissen findet er zumindest etwas Grip. In dieser Dimension ist er allerdings von dem starken Motor etwas überfordert, speziell auf steinigem Terrain leidet das feingliedrige Profil doch deutlich. Von den Einsätzen in der Wüste weiß ich aber, daß er sich prima mit abgesenktem Druck im Sand fahren läßt!

 

 

 

Nach vielen Runden – es beginnt etwas aufzutrocknen – stecke ich um auf den amerikanischen Baja Reifen von General Tire „Grabber“ 265/75R16, den Reifen fürs grobe … !

 

Die Profilform ist ein Kompromiss zwischen AT und MT Reifen, sehr stabilen Profilblöcken und beinahe unzerstörbar – auch wegen sehr stabiler Seitenwand. Trotzdem liefert er mit geringem Reifendruck tolle Traktion – ich bin bei der Tuareg Rallye 2015 mit diesen Reifen im Erg Chebi mit den Side-by-side mitgefahren (1,2 bis 1,5 bar).

 

Auf der inzwischen etwas weniger rutschigen Rallyestrecke macht der Grabber einen deutlich stabileren Eindruck – ob mit 2 bar oder auch mit 1,5 bar, was mit der kurzfristig montierten Reifendruckregelanlage kein großer Aufwand ist – im Fahren. Mit dem niedrigeren Druck beginnt der G etwas früher zu schmieren, ist aber immer gut kontrollierbar.

 

 

 

 

Was General Tire in Europa nun noch fehlt, sind echte MT Reifen und Reifen in 245/80R16, der aktuellen Dimension in der Cross Country Szene – hier ist Michelin der Platzhirsch!

 

Langsam heißt es, zusammenzupacken und Richtung Graz aufzubrechen …

 

Fazit:

 

  • Gelände: super Sache, schön angelegt, viele Möglichkeiten für Rallye und Off Road; leider ziemlich weit weg von Graz

  • Reifen: alle Kriterien wie geplant herausgefahren, beide Reifenvarianten top, Vorteile bzgl. Stabilität für den Grabber

  • Auto: der V8 beeindruckt immer wieder – sogar mit dem 36 mm Air Restriktor, den die FIA vorschreibt

 

  • Wir sind für die nächste große Herausforderung, die Hungarian Baja 2016 bereit!

 

 

Fotos: Danner Racing, www.gelaendewagen.at

 

Das Team

Bernhard Hofstätter

Sponsoren

Erfolge

Tuareg Rallye Marokko           Rang 1 (40 Starter bei den Profis, größte privat organisierte Wüstenrallye, heuer sind insgesamt 420 Personen im Troß ....)

Hungarian Baja                        Rang 14 (31 Starter, Cross Country Weltmeisterschaft, Györ/Ungarn)

News

 

Hungarian Baja 2017 – Rang 10 - beste Plazierung des Danner Racing Teams bei einem Lauf zur Cross Country WM

 

 

 

Die Hungarian Baja mit dem charakteristischen Mix aus schnellen Schotterstraßen, Feldwegen, Waldpassagen, Schlamm und einigen Wasserdurchfahrten ist seit Jahren fixer Bestandteil der Cross Country Weltmeisterschaft.

 

 

 

Auch heuer ist das Starterfeld wieder hochkarätig – angefangen von  Nasser Al Attiyah auf Toyota Hi Lux  über 3 X-Raid Minis  pilotiert von Hirvonen,  Przygonsky und Rautenbach, einigen scharfen Ford Ablegern wie etwa dem von Zapletal.

 

Auch eine ganze Reihe von T2 Autos (seriennahe) ist am Start – die Meisterschaft ist ebenfalls heiß umkämpft!  

 

Weiters dabei: Motorräder, Quads, Side-by-side und auch 4 Trucks!

 

   

 

Das Wetter verspricht Sturm und nicht ganz so heiße Temperaturen wie in den letzten Jahren …

 

 

 

Mit meinem PUCH / Mercedes G 320 5,5 AMG, dem einzigen in Österreich homologierten FIA T1 Fahrzeug, sind wir – Copilot Herwig Rieger und ich - auch das einzige österreichische Team in dieser Rallye; die meisten Teilnehmer kommen aus dem Ostblock.

 

 

 

Aber beinahe hätten wir am Donnerstag schon wieder heimfahren müssen – die Löschanlage ist nicht am letzten Standard!! Irgendwie muß mir das in der Vorbereitungsphase übersehen haben. Der gestrenge FIA Kommissar – unser „Freund“ Lionel Carre - gibt uns 2 Stunden, um mit einer neuen Anlage wieder bei der Abnahme zu erscheinen!

 

 

 

 

X-Raid Service

 

 

 

Eigentlich glauben wir nicht daran, daß das funktionieren kann – aber zum Glück hat das X-Raid Team genug Ersatzteile dabei und Tobias Quandt ist sofort bereit, mir die benötigten Teile zu borgen à also Ärmel hoch und los!!!

 

Ein kleinerer Löschbehälter, jede Menge Kabel, Taster, ein Steuergerät – aber keine Anleitung … - na bravo!

 

 

 

 

… der neue Auslöseknopf für die neue Löschanlage

 

 

 

Kurz vor Ablauf der Frist laufen wir wieder bei der VW Werkstätte ein, wo die Abnahme stattfindet. Wir können noch aushandeln, daß wir die Löschanlage am Freitag bei Tageslicht mit dem X-Raid Elektriker in Betrieb nehmen ….

 

 

 

 

Technische Abnahme

 

 

 

Nach dem Showstart mit Vorstellung aller Teilnehmer am Hauptplatz von Vesprem  findet der Prolog am Freitag auf einem Teil der großen Runde statt -  für die späteren Starter geht es dabei bis zur Dämmerung!

 

 

 

 

 

 

Showstart in Vesprem

 

 

 

Nach dem Prolog geht’s zum Service, das im Fahrerlager neben dem Parc Ferme  am Gelände des Flugplatzes in  Vesprem eingerichtet ist.

 

Service machen wie im Vorjahr Pal und sein Kollege in gewohnt perfekter Manier – Pal muß dafür allerdings für die 2 ½ Tage seinen Urlaub am Balaton unterbrechen …

 

 

 

 

Service am Flugplatz

 

 

 

In der Nacht regnet es heftig – da wird es wohl ein paar Pfützen geben … - und ich überrasche einen Einbrecher im Wohnmobil – wir hatten nicht abgeschlossen, da ja Secutity das Fahrerlager bewachen sollte!

 

 

 

 

Mini im Wasserloch

 

 

 

Am Samstag geht es früh los - mit einer 140 km langen Etappe – sehr  abwechslungsreich und mit vielen Wellen, die das Tempo bremsen; im Schlamm bei den Walddurchfahrten helfen die Grabber von General Tire!

 

Die Etappe läuft nicht schlecht – der G hat gerne schwieriges Terrain --J

 

Für das Service haben wir 2 Stunden Zeit, nachdem nichts kaputt ist außer dem rechten Spiegel, haben wir keinen Stress.

 

 

 

Nach ein paar Müsliriegeln, viel Wasser, Apfelsaft und einer Dose 2B geht’s weiter – das ganze nochmal !!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

Nasser läßt es fliegen …

 

 

 

Wir fahren am Nachmittag die zweite, idente Schleife gleich schnell wie in der ersten Runde und landen auf Rang 14. 

 

 

Nichts für beinahe serienmäßige G`s!

 

 

 

 

Immer schön am Boden bleiben …

 

 

 

 

 

 

 

 

Steinige Feldwege

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Schmackes durch den Bach

 

 

 

 

 

 

Für Quads fast zu tief …

 

 

 

 

Bodenfeuchte – kein Problem für die General Tire Reifen!

 

 

 

 

 

Am Sonntag wird die gleiche Runde in die Gegenrichtung gefahren, aber ohne die 4 km lange 50er Zone im Wald  – die Strecke ist inzwischen bis auf ein paar Lacken komplett trocken und sehr schön zu fahren – macht echt Laune!

 

 

 

 

 

 

Gelsenplage ?? Mosquito mit Hayabusa Motor

 

 

 

 

Die Sieger

 

 

 

Nasser Al Attiyah fährt wie von einem andere Stern und gewinnt die Hungarian Baja auf Toyota vor Hirvonen (Mini) und Przygonsky (Mini)  – wir landen im Gesamtklassement auf dem 12. Rang (bei 24 FIA Startern), in der FIA T1 Klasse werden wir 10.

 

 

 

 

Ein erfolgreiches Wochenende!!

 

 

 

 

 

Für die nächsten Rennen haben wir bereits wieder jede Menge Ideen, wie wir schneller sein können  - aber erst müssen wir die neue Löschanlage abzahlen oder zurückschicken …

 

 

 

Mit sportlichen Grüßen

 

Christof

 

 

 

Fotos: Fuoristrada, Peter Pataky

 

Weitere Infos auf:

 

http://www.gelaendewagen.at/

 

http://www.hungarianbaja.com       

 

 

 

YouTube Video: https://www.youtube.com/embed/KsS630Zm_08